Gedenken im Jahre 2014 an die Novemberpogrome in Bühl

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pogromnacht november 2014 schild

Heute ist der 9. November und das ist in Bühl eigentlich erstmal der Tag, an dem vor 76 Jahren mitten in der Stadt die Synagoge angezündet und abgebrannt wurde. Wer an diesem Wochenende nur irgendwelche Geschichten vom Mauerfall gehört hat und kein Wort von den Novemberpogromen 1938, darf sich durchaus Gedanken machen, mit was für einem Deutschland wir im Jahre 2014 konfrontiert sind. Tausende Jüdinnen und Juden wurden verschleppt, unzählige Synagogen wurden angezündet und die Zeit der Massenvernichtung an Menschen jüdischen Glaubens und vielen anderen wurde eingeleitet. Das alles unter den Augen eines Großteils der Bevölkerung und manchmal sogar mit deren aktiver Beteiligung an den Verbrechen. Das war 1938. Auch in Bühl. Hier auf Youtube gibt es sogar ein Video vom Brand der Synagoge in Bühl.

Damit sich in der Bühler Innenstadt möglichst wenige daran beim verkaufsoffenen Sonntag gestört oder unangenehm erinnert fühlen, wurde das städtische Gedenken einfach einen Tag nach hinten, auf den Montag, den 10. November verschoben.
Weil wir unser Gedenken und unser Erinnern an die verbrecherischen Zeiten des Deutschen Faschismus aber nicht von verkaufsoffenen Sonntagen und Kommerzinteressen abhängig machen oder unterordnen, haben wir heute – also am richtigen Tag – den Pogromen in Bühl gedacht, weiße Rosen am Gedenkstein niedergelegt und einige Worte zurückgelassen.

Uns soll das Gedenken eine Mahnung sein:
Für ein konsequentes Vorgehen gegen Judenhass und Antisemitismus!
Für einen konsequenten Kampf gegen Faschisten und ihre Wegbereiter!
Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!

„Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.“ (Schwur der Befreiten von Buchenwald, 1945)

 Rede des Antifa-Abends zu den Novemberpogromen im Caracol im November 2013

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