Veranstaltung: Nicht nur bei NSU und NPD: Das Problem heißt Rassismus!

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05. Februar 2013, 19:00 - 21:00

Beschreibung:


Seit der Aufdeckung der Morde des sogenannten Nationalsozialistischen Untergrunds wird in Deutschland vermehrt über Rassismus diskutiert, wobei zumeist lediglich auf militanten Rassismus von organisierten Neonazis eingegangen wird. Doch Rassismus tritt vielfältiger in Erscheinung und ist keineswegs auf das Neonazi-Spektrum an den „Rändern“ zu begrenzen. Vielmehr drückt sich Rassismus im Alltag, in den Medien, bei Behörden usw. auch in der „Mitte der Gesellschaft“ aus.
Im Vortrag wird zunächst auf die unterschiedlichen gegenwärtigen Formen des Rassismus in Deutschland eingegangen. Dabei wird die Frage eine Rolle spielen, warum er überhaupt existiert und was Rassismus eigentlich ist. Diese Frage soll anschließend am Beispiel der Analyse der „Sarrazindebatte“ 2010 diskutiert werden.

Sebastian Friedrich (Berlin / Duisburg-Essen), Schulabbrecher des Windeck Gymnasiums Bühl und heute Publizist, Redakteur bei kritisch-lesen.de, Lehrbeauftragter der Alice Salomon Hochschule Berlin, freier Mitarbeiter bei der Beratungsstelle ReachOut Berlin und aktiv bei der Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt (KOP). Seine Arbeitsschwerpunkte sind Medienkritik, Diskurstheorie, Rassismusanalyse, Klassenverhältnisse und soziale Bewegungen. Derzeit promoviert zur Repräsentation von Sozialleistungsabhängigen an der Universität Duisburg-Essen. Er ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen.
Zuletzt erschienen der Aufsatz „Die diskursive Erschaffung des ‚nutzlosen Anderen‘. Zur Verschränkung von Einwanderungs- und Unterschichtendiskurs“ (in:  Jäger, Margarete / Kaufmann, Heiko 2012:
Skandal und doch normal. Impulse für eine antirassistische Praxis.
Münster: Unrast. S. 96-111) und das gemeinsam mit Hannah Schultes verfasste Paper „Bedrohung Salafismus? Aktuelle Debatte in Deutschland bedient antimuslimischen Rassismus und nützt dem Verfassungsschutz“
(Standpunkte der Rosa Luxemburg Stiftung 15/2012). Bereits 2011 erschien der von Sebastian Friedrich herausgegebene Sammelband „Rassismus in der Leistungsgesellschaft“ (Münster: Edition Assemblage).

der Vortrag wird von der Rosa Luxemburg Stiftung Baden Württemberg (finanziell) unterstützt.

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