Schon wieder Nazikonzert im Rössle

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Am vergangenen Samstag, den 16. November, feierten erneut über 100 Faschisten im „Rössle“ in Söllingen. Vorwand hiefür war der Geburtstag Siegfried Borchardts, der als Kopf der Dortmunder Naziszene gilt. Das Konzert stellte den Wahlkampfauftakt der Partei „Die Rechte“ Kreisverband Dortmund dar, deren Vorsitzender Borchardt ist. Dort reorganisiert sich die als kriminelle Vereinigung verbotene Kameradschaft „Nationaler Widerstand Dortmund“.

Das Konzert fand in Söllingen, knapp 400 Kilometer südlich von Dortmund, statt. Die ursprünglich im Dortmunder Hafen geplante Veranstaltung war von den dortigen Behörden verboten worden. Dagegen hatten die Nazis erfolglos vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen geklagt.  Hierbei wird deutlich: Es ist einer Stadt möglich derartige Veranstaltungen zu untersagen!

Nach dem Verbot wurde das Konzert in nicht einmal 24 Stunden in das Nazizentrum Rössle verlegt. Dies und das ebenfalls nach Söllingen verlegte Konzert am 9. November machen klar: Mit dem „Rössle“ in Söllingen ist ein bundesweit bekanntes und anerkanntes Nazizentrum reaktiviert worden! Denn dort konnten bisher alle geplanten Konzerte stattfinden. Nach dem es nun rund zwei Jahre ruhig war, fanden seit Juni schon insgesamt fünf Konzerte statt.

Der bereits erwähnte Siegfried Borchardt war 1988 stellvertretender Bundesvorsitzender der mittlerweile verbotenen, faschistischen FAP (Freiheitliche Deutsche Arbeiterpartei). Durch Übergriffe und Hetzjagden auf Migranten machte er sich als „SS-Siggi“ einen Namen in der Neonazi-Szene.

Dass ihm zu Ehren in Söllingen gefeiert wird zeigt: Von der Szene, die nur zu gerne ihre Konzerte in Söllingen veranstaltet und dadurch große Geldsummen umsetzt, geht eine nicht zu unterschätzende Gefahr aus! Und bundesweit hat das „Rössle“ für diese Szene als ungestörter Konzertort eine wichtige Bedeutung.

Kommt deswegen alle am Dienstag, den 19. November zum Antifaschistischen Abend, wo wir planen, was wir gegen das Nazi-Zentrum unternehmen können und wie die nächsten Schritte aussehen.

Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!

Nazizentren dichtmachen!

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