Wichtig! Heute Kundgebung für Kobani in Offenburg! 19 Uhr am Rathaus!

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Kobani 07102014

Von Süden, Westen und Osten greift der IS die Stadt an und im Norden riegelt die Türkei die Grenze massiv ab und isoliert sie damit fast vollständig.

Die Lage in der seit drei Wochen von den Terroristen des „Islamischen Staats“ (IS) belagerten türkisch-syrischen Grenzstadt Kobani spitzt sich immer mehr zu.
Die mehrheitlich kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) verteidigen ihre Stadt seit einigen Tagen mit allen Mitteln, die ihnen zur Verfügung stehen. Das sind vor allem leichte Waffen und Panzerfäuste. Der IS kommt hingegen mit Panzern, Mörsern, mittelschwerer Artillerie und Dschihadisten, die den Tod kaum erwarten können. Die Türkei lässt die Grenze mit Militär schließen und dringender Nachschub und Unterstützung zur Verteidigung der Stadt werden nicht durchgelassen.
Die Luftangriffe der US-geführten Koalition bringen bisher nur wenig und die Regierung der Türkei würde lieber heute als morgen in Nordsyrien, also vor allem in den von Kurden selbstverwalteten Gebiete (genannt Rojava) einmarschieren, um sich immer mehr Teile von Syrien und der kurdischen Autonomie unter den Nagel zu reißen.
In der Türkei gibt es vor allem aufgrund der Politik ihrer Regierung aktuell in sehr vielen Städten heftige Straßenkämpfe zwischen KriegsgegnerInnen und Kurdinnen und Kurden gegen Polizei, Salafisten und Faschisten von der türkischen Partei MHP („Graue Wölfe“).

In ganz Europa gibt es in sehr vielen Städten Proteste und Widerstand gegen die Politik des Zuschauens und der Widerstand richtet sich immer mehr gegen die Regierungen der NATO, insbesondere der USA, der Türkei aber auch der Bundesrepublik. Die Regierungen dieser Staaten waren und sind hauptsächlich am Aufstieg und der Aufrüstung des terroristischen IS beteiligt (gewesen) und nun übernimmt der IS die Rolle des großen Umgestalters des Nahen Osten im Sinne der meisten NATO-Staaten. Die Grenzen sollen neu gezogen werden und der Irak und Syrien sollen möglichst wirtschaftlich sinnvoll zerschlagen werden. Geheuchelte Bestürzung und ein paar warme Worte der NATO-Staatschefs ändern daran auch nichts.

Der IS erledigt also die „Drecksarbeit“, denn die kurdischen Autonomiegebiete sind Modelle fortschrittlicher demokratischer Gesellschaften, besonders im Kampf gegen das Patriarchat. Damit sind sie nicht nur der türkischen Regierung ein Dorn im Auge, die keine Gelegenheit auslässt, alle Kurden als „Terroristen“ zu beschimpfen, sondern Rojava passt auch nicht in die Syrien- und Irak-Pläne der USA und der NATO.

Aus all diesen Gründen gibt es auch heute in Offenburg eine Kundgebung zur Solidarität mit den VerteidigerInnen der Stadt Kobani!
Halte durch – freies Kobani!

Bitte sagt möglichst vielen Bescheid und zeigt eure Solidarität und Unterstützung mit dem Kampf des kurdischen Volkes!

Weitere Informationen u.a. bei: http://civaka-azad.org/dringt-stadtzentrum-von-kobane-ein-newsticker/

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Kategorien: Ankündigungen





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