„Was wäre wenn es keine Gewerkschaften gäbe?“

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„Was wäre wenn es keine Gewerkschaften gäbe?“

 

Mit dieser Frage beschäftigten sich rund 25 bis 30 Menschen am 16. April bei einer Veranstaltung im Sozialen Zentrum Caracol. Eine Einführung in dieses Themenfeld gab ver.di–Projektsekretär Andreas Kirchgessner.

Mit ganz realen Beispielen wurde aufgezeigt, inwieweit die Arbeit von Gewerkschaften in Betrieben funktioniert und was genau erreicht werden kann und soll. So war ein direkter Vergleich zwischen einem so genannten „Manteltarifvertrag“ in der Druckerbranche und den gesetzlichen Arbeitsregelungen besonders erschreckend, da deutlich wurde, dass die meisten Regelungen, die zum Beispiel den Urlaub oder die Wochenarbeitszeit betreffen, und die wir als „selbstverständlich“ erachten, vom Gesetzgeber garnicht vorgesehen sind. So geht das Arbeitszeitgesetz von einer 48 Stunden-Woche aus, gearbeitet werden muss sechs Tage die Woche. Der Manteltarifvertrag legt allerdings eine Wochenarbeitszeit von 35 Stunden fest, darüber hinaus wird nur an fünf Tagen gearbeitet.

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Doch nicht nur das kam zur Sprache. Auch Beispiele wie sich Arbeiterinnen und Arbeiter aktiv in Betrieben organisieren und organisiert haben wurden genannt. Als Schlussfolgerung konnte ganz klar die Aussage getroffen werden: „Wer sich nicht organisiert, verliert.“ Denn wenn nicht kontinuierlich um Arbeitsrechte gekämpft wird, geht auch vieles von dem was schon erreicht wurde wieder verloren.

In einer auf den Vortrag folgenden Diskussion wurde sich dann über persönliche Arbeits- und Gewerkschaftserfahrungen ausgetauchst. Außerdem wurde über den Hintergrund des 1. Mais als internationaler Kampftag der Arbeiterinnen und Arbeiter gesprochen und die Notwendigkeit hervorgehoben, die eigentliche Bedeutung dieses Tages wieder ins Zentrum zu rücken.

 

Der Vortrag ist auch nochmal hier nachzulesen.

 

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